Plattform
Konstruktion
Bei der Konstruktion der Plattform wurden - unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bodenuntersuchungen - verschiedene Gründungsvarianten untersucht. Angesichts der Wassertiefe und dem Ziel einer möglichst geringen Auslenkung der Gesamtkonstruktion wurde eine Jacket-Konstruktion gewählt.
Hier die wichtigsten technischen Daten der verschiedenen Bereiche der Plattformkonstruktion:
Gründung
4 Pfähle
Pfahldurchmesser 1,5 m
Pfahldicke 18 mm / 40 mm
Pfahllänge 38 m
Pfahlgewicht 37 t
Rammung; Merkmal: hohe Steifigkeit, geringes Eigengewicht
Gründungsstruktur
Jacket, 26 x 26 m am Meeresboden
SKN -28m bis SKN + 20 m
Steigleiter
Zwischenpodest SKN +10 m
Konsolen für Messausrüstung
vertikale Führungsschiene für UW-Kamera
Kathodischer Korrosionsschutz
Plattformdeck
Geschweißte Stahlkonstruktion
Abmessungen 16 x 16 m
2 Durchstiegsöffnungen
Decksdurchbruch für UW-Kamera
Windmessmast
Gittermast-Stahlkonstruktion
SKN +20 m bis SKN +101 m
Steigleiter
Ruhepodeste
Ausleger für Geräte, Seilzug
Befeuerung
Parabolantenne, Radar
Helikopterlandedeck
Geschweißte Stahlkonstruktion
SKN +25 m (5m über Plattform)
Treppenanlage
Der Betrieb der FINO1-Plattform wird ohne permanentes Personal auf der Plattform gewährleistet. Die Plattform wird zentral von Land überwacht. Zu Erreichen ist die Plattform per Schiff oder Hubschrauber. Die Plattform ist mit einem Hubschrauberlandedeck versehen, so dass ein möglichst großes Zeitfenster für den Zugang zur Plattform auch bei schlechterem Wetter gewährleistet ist.
Ausrüstung
Die Plattform ist mit umfangreichem Messequipment von Forschungs- und Hochschulinstituten ausgestattet. In vier verschiedenen Containern werden Messgeräte, Wohn-/Arbeitsraum (Notunterkunft) und Diesel/Generator-Set mit Akku sowie Radargeräten untergebracht. Ein Kran dient zur Aufnahme von Bodenproben. Unter Wasser ist eine Kameraschiene für Unterwasseraufnahmen angebracht.
Die wichtigsten Ausrüstungen der Plattform sind:
Krananlage
Offshore-Kran
Hubhöhe 33m
Funkfernsteuerung
Personenkorb, Krankentrage
Teleskopausleger
Kranbahnträger unter Helideck
Teleskopausleger bis 20m
Elektrokettenzug
Containeraufbauten
Notunterkunft
Radar
Messgeräte
Diesel/Generator
Verschiedenes
Dieseltreibstofftank - Fassungsvermögen 10000 Liter
Schmierölvorratstank - Fassungsvermögen 100 Liter
Seewasserpumpe
Spannseilanlage für hydrographische Messung
Elektronische Ausrüstung
Energiezentrale
Aggregat 20 kVA / 16 kW Dauerleistung
Aggregat 100 kVA / 80 kW Dauerleistung
Zusatzausrüstung für wachfreien Betrieb und Wartungsintervall 4500 h / 6 Monate
Energieversorgung in allen Containern
Außenbeleuchtung, Notleuchten, Blitzschutz
Sicherheitstechnische Ausrüstung
Brandschutzeinrichtung, CO² Löschanlagen
optische und akustische Alarmgeber
Handfeuerlöscher, Löschdecken etc.
Rettungsinsel abwerfbar und fierbar
Rettungsring 4 St.
Überlebensanzug 4 St.
Rettungsweste 4 St.
Erste-Hilfe-Ausrüstung
Datenübertragung
Die Übertragung der auf der Plattform erhobenen Daten zum Festland erfolgt über eine 32 Mbit/s Richtfunkverbindung zur Insel Borkum. Auf Borkum werden die Daten in das Festnetz eingespeist und von dort in das deutsche Forschungsnetz übertragen. Von hier aus werden die Rohdaten von den Vertretern der Messinstitute abgerufen und aufbereitet. Die Ergebnisse werden größtenteils in die BSH-FINO-Datenbank eingespeist und stehen dort jedermann zur Verfügung (Webseite: http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Projekte/FINO/index.jsp). Weitere Ergebnisse der Forschungen werden veröffentlicht oder hier auf der Homepage zur Verfügung gestellt.
Im Frühjahr 2012 wurde als alternativer Kommunikationsweg - im Sinne einer Notfallkommunikation - eine Satellitenverbindung eingerichtet.




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